Leiter des Koordinationszentrums:
Prof. Dr. med. Günther Deuschl Tel: 0431-5978500 Fax: 0431-5978502 E-Mail: g.deuschl@neurologie.uni-kiel.de
Leiter des Teilprojekts 3: Basalganglienstimulation
Prof. Dr. med. Günther Deuschl Tel: 0431-5978500 E-Mail: g.deuschl@neurologie.uni-kiel.de
Rolle der Institution im Kompetenznetz
Das Neurozentrum Kiel der CAU Kiel gehört zu den fünf Koordinationszentren des Parkinson-Kompetenznetzwerkes. Ihm sind die Regionalzentren in Lübeck, Hamburg, Hannover und Bremerhaven organisatorisch zugeordnet. Damit fallen alle Aufgaben zum Betrieb der horizontalen Netzwerkstruktur in Norddeutschland an. Schon frühzeitig soll der Kontakt zu den Praxisnetzen niedergelassener Arzte hergestellt werden. Im Teilprojekt 3 (Tiefenhirnstimulation) koordiniert das Neurozentrum die deutsche Multicenterstudie zur Erfassung der Wirkungen und Nebenwirkungen der Tiefenhirnstimulation beim M. Parkinson. Schwerpunktmäßig wird untersucht, wie sich die Stimulation im Nucleus subthalamicus auf die Lebensqualität auswirkt. Die relevanten Einflußgrößen (motorische, neuropsychologische, psychiatrische Veränderungen) werden analysiert. Anhand von intraoperativen Einzelzellableitungen wird das Entladungsverhalten von Basalganglienneuronen beim Menschen untersucht. In Kooperation mit dem Institut für Physiologie wird an einem Katzenmodell des M. Parkinson die Funktionsweise der Tiefenhirnstimulation in diesem Modell untersucht.
Beschreibung der Institution
Klinik: Die Klinik für Neurologie deckt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Schwerpunkte der klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit bestehen bei den Bewegungsstörungen, dem Schmerz, den cerebrovaskulären Erkrankungen und der Intensivneurologie. Alle Bewegungsstörungen werden stationär oder ambulant behandelt (einschließlich Botulinum-Toxin-Therapie). Die Arbeitsgruppe ist spezialisiert in der Behandlung der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit, der präoperativen Beratung und Implantation von Tiefenstimulatoren . (Kooperation mit der Klinik für Neurochirurgie der CAU Kiel und der Abteilung für Funktionelle Stereotaxie der Universität Hamburg) sowie auf die Nachsorge von Patienten mit Tiefenhirnstimulatoren. Ein weiterer Schwerpunkt besteht bei der ambulanten und stationären Diagnostik und Therapie seltener hyperkinetischer Bewegungsstörungen und besonders von Tremorerkrankungen.
Forschung: Schwerpunkte der Motorikforschung sind Untersuchungen (1) zur Wirkung der Tiefenhirnstimulation auf die Bradykinese beim Morbus Parkinson (2) zur Pathophysiologie von Tremor (3) zur Differentialdiagnose und Pathiphysiologie von Gangstörungen und (4) zur Rehabilitation der Greifmotorik und Lokomotion nach Hirntrauma. Das Motoriklabor verfügt über entsprechende Untersuchungsmöglichkeiten. Tierexperimentelle Forschung beschäftigt sich mit (5) der Pathophysiologie des Tremors (Olivenhypertrophie der Ratte), (6) der Rolle der Mikroglia beim Zelluntergang in einem Parkinsonmodell an Mäusen (Kooperation mit dem Institut für Anatomie) und (7) der Pathophysiologie des Parkinsonsyndroms in einem Katzenmodell (Kooperation mit dem Institut für Physiologie).
Weitere Informationen
im Internet:
www.uni-kiel.de/neurologie
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